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	<title>strafprozess.ch &#187; Haft</title>
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	<description>Aktuelles zum Straf- und Strafprozessrecht</description>
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		<title>Immer diese Ausländer &#8230;</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Feb 2012 17:47:08 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Bundesgericht BGer]]></category>
		<category><![CDATA[Haft]]></category>
		<category><![CDATA[StPO]]></category>
		<category><![CDATA[StPO 221]]></category>
		<category><![CDATA[StPO 237]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Bundesgericht schützt die angeordnete Untersuchungshaft (Fluchtgefahr!) einer Mutter von zwei in der Schweiz schulpflichtigen Kindern (BGer 1B_18/2012 vom 27.01.2012). Ersatzmassnahmen nach Art. 237 StPO hält es nicht ausreichend, um die Fluchtgefahr &#8211; es droht gemäss Bundesgericht eine mehrjährige Freiheitsstrafe wegen Widerhandlungen gegen das BetmG und qualifizierter Geldwäscherei &#8211; zu bannen: Auch die persönliche Situation [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Bundesgericht schützt die angeordnete Untersuchungshaft (Fluchtgefahr!) einer Mutter von zwei in der Schweiz schulpflichtigen Kindern (<a href="http://jumpcgi.bger.ch/cgi-bin/JumpCGI?id=27.01.2012_1B_18/2012" target="_blank">BGer 1B_18/2012</a> vom 27.01.2012). Ersatzmassnahmen nach <a href="http://www.admin.ch/ch/d/sr/312_0/a237.html" target="_blank">Art. 237 StPO</a> hält es nicht ausreichend, um die Fluchtgefahr &#8211; es droht gemäss Bundesgericht eine mehrjährige Freiheitsstrafe wegen Widerhandlungen gegen das BetmG und qualifizierter Geldwäscherei &#8211; zu bannen: <span id="more-4724"></span></p>
<blockquote><p>Auch die persönliche Situation der Beschwerdeführerin spricht für das Vorliegen von Fluchtgefahr. Sie ist serbische Staatsangehörige, spricht ihre Muttersprache fliessend und hat in ihrer Heimat auch gelegentlich Ferien bei ihrer Grossmutter verbracht, zu welcher sie noch immer telefonischen Kontakt pflegt. Unbestritten ist weiter, dass der zwölfjährige Halbbruder der Beschwerdeführerin zurzeit in Deutschland weilt, und dass die Beschwerdeführerin selbst mehrere Jahre in Österreich gelebt hat. Neben diesem ausgeprägten Auslandbezug hat die Vorinstanz zu Recht auch die berufliche Situation und finanzielle Lage der Beschwerdeführerin als ungünstig eingestuft. Diese ist arbeitslos und weist Schulden von rund Fr. 14&#8217;000.&#8211; auf. Der Umstand, dass die Beschwerdeführerin ihren Lebensmittelpunkt in der Schweiz hat und ihre siebenjährige Tochter und ihr zehnjähriger Sohn hier zur Welt kamen und hier die Schule besuchen, vermag diese für die Annahme von Fluchtgefahr sprechenden Indizien nicht aufzuwiegen (E. 3.3.2).</p></blockquote>
<p>Und was ist mit Schengen? Naja, Schengen vereinfacht die Begründung der Fluchtgefahr:</p>
<blockquote><p>Vorliegend ist nicht davon auszugehen, dass Ersatzmassnahmen, einzeln oder in Kombination, die Fluchtgefahr bannen könnten. Wie die Vorinstanz zutreffend ausgeführt hat, könnten insbesondere eine Ausweis- und Schriftensperre sowie eine Meldepflicht die Beschwerdeführerin nicht wirksam daran hindern, die Schweiz zu verlassen, zumal seit dem Beitritt der Schweiz zum Übereinkommen von Schengen grundsätzlich keine Personenkontrollen mehr an der Landesgrenze durchgeführt werden (vgl. insoweit auch Urteil 1B_110/2011 vom 24. März 2011 E. 3.4) [E. 3.3.3]</p></blockquote>
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		<title>11 Monate unrechtmässige Haft</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Feb 2012 12:02:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kj</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bundesgericht BGer]]></category>
		<category><![CDATA[Haft]]></category>
		<category><![CDATA[StPO]]></category>
		<category><![CDATA[BV 31]]></category>
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		<category><![CDATA[StPO 221]]></category>
		<category><![CDATA[StPO 363]]></category>
		<category><![CDATA[StPO 429]]></category>
		<category><![CDATA[StPO 431]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Bundesgericht (BGer 1B_6/2012 vom 29.01.2012 stellt fest, dass ein Beschwerdeführer während elf Monaten ohne Titel in Haft gehalten wurde. Es entlässt ihn aber nicht, sondern stellt einfach fest, dass die Haft des Beschwerdeführers während der Dauer vom 25. Dezember 2010 bis zum 24. November 2011 nicht auf einem richterlichen Entscheid beruhte, der die gesetzlichen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Bundesgericht (<a href="http://jumpcgi.bger.ch/cgi-bin/JumpCGI?id=27.01.2012_1B_6/2012" target="_blank">BGer 1B_6/2012</a> vom 29.01.2012 stellt fest, dass ein Beschwerdeführer während elf Monaten ohne Titel in Haft gehalten wurde. Es entlässt ihn aber nicht, sondern stellt einfach fest, </p>
<blockquote><p>dass die Haft des Beschwerdeführers während der Dauer vom 25. Dezember 2010 bis zum 24. November 2011 nicht auf einem richterlichen Entscheid beruhte, der die gesetzlichen Anforderungen gemäss Art. 31 Abs. 1 BV und Art. 5 Ziff. 1 EMRK erfüllte. Im Übrigen wird die Beschwerde abgewiesen.</p></blockquote>
<p>.</p>
<p>Begründet wird dies in E. 3.6: <span id="more-4720"></span></p>
<blockquote><p>Der Beschwerdeführer befand sich während fast elf Monaten ohne gültigen Titel in Haft. Diese Dauer erscheint sehr lang (vgl. im Vergleich dazu die rund sechswöchige Haft ohne gültigen Titel in BGE 1B_683/2011 vom 5. Januar 2012). Die Fortsetzung der Haft erfordert daher erhebliche Sicherheitsinteressen. Allerdings geht vom Beschwerdeführer ein grosses Sicherheitsrisiko aus, das sich besonders durch das vorhandene Aggressionspotenzial auszeichnet, wobei er sich weigert, diesem therapeutisch entgegenzuwirken. Die Gefahr für die Öffentlichkeit bei einer Freilassung des Beschwerdeführers ist daher erheblich und im Übrigen teilweise selbstverschuldet. Eine umgehende Haftentlassung rechtfertigt sich unter diesen Umständen nicht.</p></blockquote>
<p>Es kann offenbar jedermann und beliebig lang in Haft gesetzt werden. Der Betroffene hat ja Anspruch darauf, dass die Unrechtmässigkeit der Haft festgestellt wird. Dass sie fortdauert, scheint das Bundesgericht nicht zu kümmern.</p>
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		<title>Beschleunigungsgebot trotz Begutachtungsdauer gewahrt</title>
		<link>http://www.strafprozess.ch/beschleunigungsgebot-trotz-begutachtungsdauer-gewahrt/</link>
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		<pubDate>Tue, 31 Jan 2012 12:11:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kj</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beschleunigungsgebot]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesgericht BGer]]></category>
		<category><![CDATA[Haft]]></category>
		<category><![CDATA[StPO 5]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Beschwerdeführer machte vor Bundesgericht u.a. eine Verletzung des Beschleunigungsgebots geltend (BGer 1B_732/2011 vom 19.01.2012. Das Bundesgericht gibt sich damit zufrieden, dass sich die Behörden um eine beförderliche Verfahrensabwicklung bemühen und weist die Beschwerde ab: Angesichts der diversen abzuklärenden Vorwürfe und der divergierenden Sachdarstellungen der (zwischen 7. August und 28. Oktober 2011 zunächst einzeln befragten) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein Beschwerdeführer machte vor Bundesgericht u.a. eine Verletzung des Beschleunigungsgebots geltend (<a href="http://jumpcgi.bger.ch/cgi-bin/JumpCGI?id=19.01.2012_1B_732/2011" target="_blank">BGer 1B_732/2011</a> vom 19.01.2012. Das Bundesgericht gibt sich damit zufrieden, dass sich die Behörden um eine beförderliche Verfahrensabwicklung bemühen und weist die Beschwerde ab:</p>
<blockquote><p>Angesichts der diversen abzuklärenden Vorwürfe und der divergierenden Sachdarstellungen der (zwischen 7. August und 28. Oktober 2011 zunächst einzeln befragten) verschiedenen Strafanzeiger bzw. des Beschuldigten begründet eine Konfrontationseinvernahme drei Monate nach Vorfall der untersuchten Delikte keinen Vorwurf der Verfahrensverschleppung. Im Gegenteil ergibt sich aus den Akten ein <strong>zügige Untersuchungsführung, zumal die Staatsanwaltschaft am 28. November 2011 eine baldige Anklageerhebung in Aussicht gestellt hat</strong>. <span id="more-4695"></span>Ebenso wenig lässt eine voraussichtliche psychiatrische Begutachtungsdauer von knapp fünf Monaten (bzw. von ca. sieben Monaten seit der Haftanordnung) eine Verletzung von Art. 31 Abs. 3 BV bzw. Art. 5 Abs. 2 StPO erkennen. Zwar kann es sich in Fällen wie dem vorliegenden (in Nachachtung des Beschleunigungsgebotes in Haftsachen) aufdrängen, vom psychiatrischen Experten vorab eine Kurzbeurteilung einzuholen zu Fragen, welche sich auf die Prüfung der Haftgründe (hier: Kollusionsgefahr und Wiederholungsgefahr) auswirken (vgl. BGE 128 I 149 E. 4.4 S. 154; Art. 226 Abs. 4 lit. b StPO; zu betreffenden Praxis s. auch Marc Forster, Basler Kommentar StPO, Basel 2011, Art. 226 N. 11 und Art. 227 N. 10; DANIEL LOGOS, Code de procédure pénale suisse, Commentaire romand, Basel 2011, Art. 226 N. 18). Der Beschwerdeführer räumt jedoch ein, dass <strong>die Untersuchungsbehörde den Experten &#8220;im November 2011&#8243; telefonisch darauf hingewiesen habe, dass &#8220;ein Haftfall&#8221; vorliege, der beschleunigt zu behandeln sei, bzw. dass sie ihn aufgefordert habe, das Gutachten &#8220;etwas schneller&#8221; zu erstellen</strong> (E. 6.3, Hervorhebungen durch mich)</p></blockquote>
<p>Dem Beschwerdeführer wurde im kantonalen Verfahren die unentgeltliche Rechtspflege verweigert. Das Bundesgericht beanstandet dies nicht, obwohl es ihm für das bundesgerichtliche Verfahren die UP bewilligt:</p>
<blockquote><p>Die gesetzlichen Voraussetzungen der unentgeltlichen Rechtspflege sind noch knapp erfüllt (Art. 64 BGG), weshalb das Gesuch zu bewilligen ist (E. 8).</p></blockquote>
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		<title>Haftverfahren: Bedienungsanleitung des Bundesgericht</title>
		<link>http://www.strafprozess.ch/haftverfahren-bedienungsanleitung-des-bundesgericht/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2012 16:19:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kj</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bundesgericht BGE]]></category>
		<category><![CDATA[Haft]]></category>
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		<category><![CDATA[StPO 224]]></category>
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		<category><![CDATA[StPO 226]]></category>
		<category><![CDATA[StPO 227]]></category>
		<category><![CDATA[StPO 228]]></category>
		<category><![CDATA[StPO 388]]></category>
		<category><![CDATA[StPO 5]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Bundesgericht erlässt einen neuerlichen Leitentscheid zum Haftverfahren und zum gesetzlich nicht vorgesehenen (aber von der Rechtsprechung des Bundesgerichts gewährten) Beschwerderecht der Staatsanwaltschaft gegen Haftentscheide des ZMG (BGE 1B_442/2011 vom 04.01.2012, Publikation in der AS vorgesehen). Im aktuellen Entscheid tritt das Bundesgericht zwar auf eine Beschwerde der Staatsanwaltschaft mangels aktuellen praktischen Interesses nicht ein, sah [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Bundesgericht erlässt einen neuerlichen Leitentscheid zum Haftverfahren und zum gesetzlich nicht vorgesehenen (aber von der Rechtsprechung des Bundesgerichts gewährten) Beschwerderecht der Staatsanwaltschaft gegen Haftentscheide des ZMG (<a href="http://jumpcgi.bger.ch/cgi-bin/JumpCGI?id=04.01.2012_1B_442/2011" target="_blank">BGE 1B_442/2011</a> vom 04.01.2012, Publikation in der AS vorgesehen).</p>
<p>Im aktuellen Entscheid tritt das Bundesgericht zwar auf eine Beschwerde der Staatsanwaltschaft mangels aktuellen praktischen Interesses nicht ein, sah es aber aufgrund der &#8220;Verfahrensumstände&#8221; als gerechtfertigt, den kantonalen Behörden vorzuwerfen, das wirksame Beschwerderecht der Staatsanwaltschaft verhindert und auch dem Beschleunigungsgebot gemäss <a href="http://www.admin.ch/ch/d/sr/312_0/a5.html" target="_blank">Art. 5 StPO</a> (!) nicht hinreichend Rechnung getragen zu haben. Die besondere Umstände ergaben sich eigentlich bloss aus der Tatsache, dass die Staatsanwaltschaft nicht an der Haftverhandlung teilgenommen hat.<span id="more-4692"></span></p>
<p>Die besonderen Umständen lagen darin, dass die Staatsanwaltschaft an der Hafanordnungsverhandlung nicht teilgenommen hatte und daher von der Abweisung des Haftantrags erst erfahren hat, nachdem der Beschuldigte bereits auf freiem Fuss war. Der neue BGE sagt folgendes:</p>
<li>Die Staatsanwaltschaft ist nicht berechtigt, die Verweigerung einer vorsorglichen Inhaftierung des Beschuldigten durch die Beschwerdeinstanz beim Bundesgericht anzufechten (E. 2)</li>
<li>Sie muss daher &#8211; falls nicht ohnehin vorgesehen &#8211; ein mündliches Verfahren beantragen und auch teilnehmen, damit sie ihr Beschwerderecht ausüben kann (E. 3.3);</li>
<li>Sie muss die Beschwerde am Schluss der ZMG-Berhandlung mündlich ankündigen (E. 3.3);</li>
<li>Sie muss innert drei Stunden eine (wenigstens kurz) begründete Beschwerdeschrift einreichen und darin die Aufrechterhaltung der Haft beantragen (E. 3.3);</li>
<li>Anschliessend verfügt die Beschwerdeinstanz (in der Regel) superprovisorisch die Aufrechterhaltung der Haft (E. 3.4).</li>
<p>Wie bei Haftverlängerungs- und Haftentlassungsgesuchen vorzugehen ist, lässt das Bundesgericht offen:</p>
<blockquote><p>Wie die Behörden bei der Beurteilung von Haftverlängerungsgesuchen (vgl. Art. 227 StPO) und Haftentlassungsbegehren (vgl. Art. 228 StPO) vorzugehen haben, ist im vorstehenden Zusammenhang nicht zu erörtern (E. 3.3)</p></blockquote>
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		<item>
		<title>Zum Fristenlauf im Haftverfahren vor Berfungsgericht</title>
		<link>http://www.strafprozess.ch/zum-fristenlauf-im-haftverfahren-vor-berfungsgericht/</link>
		<comments>http://www.strafprozess.ch/zum-fristenlauf-im-haftverfahren-vor-berfungsgericht/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 13:38:46 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Beschleunigungsgebot]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesgericht BGer]]></category>
		<category><![CDATA[Haft]]></category>
		<category><![CDATA[StPO]]></category>
		<category><![CDATA[StPO 228]]></category>
		<category><![CDATA[StPO 230]]></category>
		<category><![CDATA[StPO 233]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Bundesgericht hält in BGer 1B_722/2011 vom 16.01.2012 dafür, dass die fünftätige Frist gemäss Art. 233 StPO erst mit dem Ende des Schriftenwechsels zu laufen beginnt. Art. 233 StPO verweist zwar &#8211; im Unterschied zu Art. 230 Abs. 5 StPO &#8211; nicht ausdrücklich auf Art. 228 StPO (vgl. dazu BGE 137 IV 186 E. 3 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Bundesgericht hält in <a href="http://jumpcgi.bger.ch/cgi-bin/JumpCGI?id=16.01.2012_1B_722/2011" target="_blank">BGer 1B_722/2011</a> vom 16.01.2012 dafür, dass die fünftätige Frist gemäss Art. 233 StPO erst mit dem Ende des Schriftenwechsels zu laufen beginnt.</p>
<blockquote><p>Art. 233 StPO verweist zwar &#8211; im Unterschied zu Art. 230 Abs. 5 StPO &#8211; nicht ausdrücklich auf Art. 228 StPO (vgl. dazu BGE 137 IV 186 E. 3 S. 187 ff.). Es rechtfertigt sich aber aus Gründen der Gesetzessystematik sowie mit Blick auf die Notwendigkeit, ein rechtsstaatlich korrektes und dennoch rasches Verfahren zu gewährleisten, für den Beginn des Fristenlaufs in analoger Weise zur Regelung in Art. 228 StPO grundsätzlich auf das Ende des Schriftenwechsels abzustellen (vgl. FORSTER, a.a.O. N. 4 zu Art. 233 StPO, Fn. 21, sowie N. 5 zu Art. 228). Das setzt allerdings wiederum voraus, dass entsprechend kurze Fristen gesetzt werden, die gleichzeitig sowohl den Bedürfnissen der Betroffenen als auch der Komplexität des konkreten Falles, insbesondere der Schwere der sich stellenden Tat- und Rechtsfragen, gerecht werden.</p></blockquote>
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		<title>Dauerbrenner Replikrecht</title>
		<link>http://www.strafprozess.ch/dauerbrenner-replikrecht/</link>
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		<pubDate>Wed, 25 Jan 2012 11:21:07 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Beschleunigungsgebot]]></category>
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		<category><![CDATA[rechtliches Gehör]]></category>
		<category><![CDATA[StPO]]></category>
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		<category><![CDATA[EMRK 6]]></category>
		<category><![CDATA[StPO 5]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Bundesgericht kassiert weider einmal ein Urteil wegen Verletzung des Replikrechts (BGer 1B_728/2011 vom 13.01.2012). [Dir Vorinstanz] hat dem Anwalt des Beschwerdeführers die Vernehmlassung der Staatsanwaltschaft vom 21. November 2011 mit &#8220;Kurzbrief&#8221; vom 23. November 2011 zugesandt. Dabei hat sie die Kästchen &#8220;zur Kenntnisnahme&#8221; bzw. &#8220;zu ihren Akten&#8221; angekreuzt, nicht dagegen das Kästchen &#8220;Stellung nehmen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Bundesgericht kassiert weider einmal ein Urteil wegen Verletzung des Replikrechts (<a href="http://jumpcgi.bger.ch/cgi-bin/JumpCGI?id=13.01.2012_1B_728/2011" target="_blank">BGer 1B_728/2011</a> vom 13.01.2012).</p>
<blockquote><p>[Dir Vorinstanz] hat dem Anwalt des Beschwerdeführers die Vernehmlassung der Staatsanwaltschaft vom 21. November 2011 mit &#8220;Kurzbrief&#8221; vom 23. November 2011 zugesandt. Dabei hat sie die Kästchen &#8220;zur Kenntnisnahme&#8221; bzw. &#8220;zu ihren Akten&#8221; angekreuzt, nicht dagegen das Kästchen &#8220;Stellung nehmen bis&#8221; (act. 14). Sie hat dem Anwalt die Vernehmlassung somit nicht zur Replik zugestellt. Vielmehr musste der Anwalt aufgrund des Kurzbriefs davon ausgehen, eine Stellungnahme seinerseits sei nicht mehr erwünscht. Da die Vorinstanz den Anwalt nicht zur Replik eingeladen hat, hat sie ihm dafür auch keine Frist angesetzt, was sie nach der dargelegten Rechtsprechung hätte tun müssen (E. 2.4).</p></blockquote>
<p>Dies allein hätte wohl noch nicht gereicht, um das Replikrecht als verletzt zu sehen. Indem die Vorinstanz aber am Tag nach der Zustellung der Stellungnahme der Staatsanwaltschaft entschieden hat, hat sie zum Ausdruck gebracht, nicht auf eine allfällige Replik warten zu wollen: <span id="more-4676"></span></p>
<blockquote><p>Der Anwalt des Beschwerdeführers hat die Vernehmlassung nach seinen Angaben, welche die Vorinstanz nicht bestreitet, am 28. November 2011 erhalten. Am Tag darauf fällte die Vorinstanz den angefochtenen Beschluss, ohne dass sie dem Anwalt Gelegenheit zur Replik gegeben hätte und sich dieser hinreichend hätte äussern können. Damit hat sie den Anspruch des Beschwerdeführers auf rechtliches Gehör verletzt.</p>
<p>Zu dessen Gewährung hätte sie umso mehr Anlass gehabt, als sie im Gegensatz zum Zwangsmassnahmengericht die Untersuchungshaft nicht auf den Haftgrund der Fluchtgefahr, sondern auf jenen der Kollusionsgefahr stützte und sie dabei den Ausführungen der Staatsanwaltschaft in der Vernehmlassung im Wesentlichen folgte (E. 2.4)</p></blockquote>
<p>Bemerkenswert ist im Übrigen ein obiter dictum zu &#8220;Unsitte&#8221;, dass sich der Haftrichter oft nur zu einem besonderen Haftgrund äussert und das Vorliegen weiterer Haftgründe offen lässt. Das Bundesgericht erachtet dies zwar als zulässig, wohl aber nicht immer als sinnvoll:</p>
<blockquote><p>Erscheint ein angenommener Haftgrund diskutabel, kann es sich mit Blick auf die Prozessökonomie und den besonderen Beschleunigungsgrundsatz in Haftsachen (Art. 5 Abs. 2 StPO) allerdings aufdrängen, dass sich ein Gericht zu zusätzlichen Haftgründen äussert. So kann gegebenenfalls verhindert werden, dass die Rechtsmittelinstanz, wenn diese einen Haftgrund verneint, die Sache an es zurückweisen muss zur Prüfung, ob ein anderer gegeben sei (vgl. Art. 397 Abs. 2 StPO, Art. 107 Abs. 2 BGG) [E. 2.7].</p></blockquote>
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		</item>
		<item>
		<title>Kein Fristenstillstand in Haftfällen</title>
		<link>http://www.strafprozess.ch/kein-fristenstillstand-in-haftfallen/</link>
		<comments>http://www.strafprozess.ch/kein-fristenstillstand-in-haftfallen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 23 Jan 2012 11:52:24 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Bundesgericht BGer]]></category>
		<category><![CDATA[Haft]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtsmittel]]></category>
		<category><![CDATA[BGG]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Bundesgericht tritt in BGer 1B_14/2012 vom 11.01.2012 auf eine Haftbeschwerde nicht ein, weil der Beschwerdeführer die gesetzliche Beschwerdefrist verpasst hat. In Fällen der strafprozessualen Haft gilt der Fristenstillstand gemäss Art. 46 Abs. 1 BGG nicht (BGE 133 I 270 E. 1.2.1 ff. S. 273 ff., 135 I 257 E. 1.3 S. 259 f.). Demnach [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Bundesgericht tritt in <a href="http://jumpcgi.bger.ch/cgi-bin/JumpCGI?id=11.01.2012_1B_14/2012" target="_blank">BGer 1B_14/2012</a> vom 11.01.2012 auf eine Haftbeschwerde nicht ein, weil der Beschwerdeführer die gesetzliche Beschwerdefrist verpasst hat.</p>
<blockquote><p>In Fällen der strafprozessualen Haft gilt der Fristenstillstand gemäss Art. 46 Abs. 1 BGG nicht (BGE 133 I 270 E. 1.2.1 ff. S. 273 ff., 135 I 257 E. 1.3 S. 259 f.). Demnach kommt vorliegend der Fristenstillstand gemäss Art. 46 Abs. 1 BGG nicht zur Anwendung. Die erst am 9. Januar 2012 der Post übergebene Beschwerde ist daher klarerweise verspätet, weshalb auf sie im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG nicht einzutreten ist (E. 3.2).</p></blockquote>
<p>Das Bundesgericht &#8220;büsst&#8221; den Beschwerdeführer unter dem Titel Gerichtskosten mit CHF 1,000.00. Diese auferlegt es zu Recht nicht dem Anwalt (s. meinen <a href="http://www.strafprozess.ch/der-verteidiger-als-verfahrensbeteiligte-und-kostenpflichtige-person/">früheren Beitrag</a>), sondern dem Beschwerdeführer.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Sicherheitshaft auch ohne Haftentscheid</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 13:31:09 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Bundesgericht BGer]]></category>
		<category><![CDATA[Haft]]></category>
		<category><![CDATA[Kosten und Entschädigung]]></category>
		<category><![CDATA[StPO 231]]></category>
		<category><![CDATA[StPO 232]]></category>
		<category><![CDATA[StPO 233]]></category>
		<category><![CDATA[StPO 62]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Bundesgericht heisst die Beschwerde eines Sicherheitshäftlings teilweise gut, indem es feststellt, dass für die Dauer vom 13. September bis 7. November 2011 kein gültiger Haftentscheid vorlag (BGer 1B_683/2011 vom 05.01.2012). Zum Sachverhalt können dem Entscheid folgende Daten entnommen werden: - 13.09.2011: Verurteilung des Beschwerdeführers zu 11 Jahren Freiheitsentzug (ohne Haftbeschluss nach Art. 231 Abs. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Bundesgericht heisst die Beschwerde eines Sicherheitshäftlings teilweise gut, indem es feststellt, dass für die Dauer vom 13. September bis 7. November 2011 kein gültiger Haftentscheid vorlag (<a href="http://jumpcgi.bger.ch/cgi-bin/JumpCGI?id=05.01.2012_1B_683/2011" target="_blank">BGer 1B_683/2011</a> vom 05.01.2012). Zum Sachverhalt können dem Entscheid folgende Daten entnommen werden:</p>
<p>- 13.09.2011: Verurteilung des Beschwerdeführers zu 11 Jahren Freiheitsentzug (ohne Haftbeschluss nach <a href="http://www.admin.ch/ch/d/sr/312_0/a231.html" target="_blank">Art. 231 Abs. 1 StPO</a>)<br />
- 15.09.2011: Berufungsanmeldung<br />
- 24.09.2011: Ablauf der Haftverlängerung, die noch durch das ZMG bewilligt worden war<br />
- 28.09.2011: Urteilseröffnung<br />
- 17.10.2011: Berufungserklärung<br />
- 09.11.2011: Haftentlassungsgesuch an die Verfahrensleitung der Berfungsinstanz<br />
- 17.11.2011: Abweisung des Haftentlassungsgesuchs und Anordnung der Sicherheitshaft</p>
<p>Das Bundesgericht hält zunächst fest, dass die Haft nur bis 24.09.2011 verlängert war. Es stellt zudem in Abweichung von der in der Beschwerde vertretenen Auffassung fest, dass die Haft nur bis zum erstinstanzlichen Urteil, also bis 13.09.2011 gesetzmässig war. Das erstinstanzliche Gericht hätte die Fortdauer der Sicherheitshaft anordnen müssen, dies aber offenbar vergessen. All dies führte aber nicht zur Haftentlassung. Die Rechtsfolgen solcher Rechtsverletzungen fasst das Bundesgericht wie folgt zusammen: <span id="more-4660"></span></p>
<blockquote><p>2.2.1 Selon la jurisprudence, une violation des règles de procédure relatives à la détention préventive, et en particulier l&#8217;absence d&#8217;une décision prise selon les formes prescrites par la loi au sens des art. 31 al. 1 Cst. et 5 par. 1 CEDH, peut être réparée d&#8217;emblée par une constatation de l&#8217;irrégularité, une admission partielle du recours sur ce point et la mise à la charge de l&#8217;Etat des frais de justice (ATF 137 IV 92 consid. 3 p. 96; arrêt 1B_173/2011 du 17 mai 2011; ATF 136 I 274 consid. 2.3 p. 278). Se fondant sur un tel constat, l&#8217;intéressé peut, selon la gravité de l&#8217;irrégularité, introduire une procédure d&#8217;indemnisation prévue à l&#8217;art. 431 CPP en cas de mesure de contrainte illicite.<br />
2.2.2 En revanche, l&#8217;absence d&#8217;un titre de détention valable durant une certaine période ne saurait avoir à elle seule pour conséquence la remise en liberté du recourant. En effet, une telle mesure n&#8217;est pas envisageable lorsqu&#8217;en dépit d&#8217;une irrégularité formelle (absence antérieure d&#8217;un titre de détention), les conditions matérielles d&#8217;un maintien en détention sont actuellement réunies (arrêts 1B_386/2011 du 26 août 2011 consid. 3.6; 1P.495/2005 du 14 septembre 2005 consid. 2.3 publié in SJ 2006 p. 57 et 1P.405/2006 du 17 juillet 2006 consid. 3.2). Tel est le cas en l&#8217;occurrence, comme cela résulte des considérants qui suivent.</p></blockquote>
<p>Weiter erklärt das Bundesgericht, dass das Gesetz den vorliegenden Fall (Anordnung der Sicherheitshaft nach erstinstantlichem Urteil vergessen) nicht regle und gibt der Verfahrensleitung der Berufungsinstanz unter Rückgrtiff auf die allgemeinen Aufgaben der Verfahrensleitung (<a href="http://www.admin.ch/ch/d/sr/312_0/a62.html" target="_blank">Art. 62 Abs. 1 StPO</a>) die entsprechende Kompetenz:</p>
<blockquote><p>La loi ne règle toutefois pas le cas où le Tribunal de première instance omet, comme en l&#8217;espèce, de statuer sur le maintien en détention du prévenu condamné. Dans un tel cas, il convient de reconnaître la compétence de la juridiction saisie de l&#8217;appel, par analogie avec ce que prévoit l&#8217;art. 232 CPP. Les motifs retenus par la Présidente ne sont certes pas nouveaux, mais la nécessité de statuer à ce sujet est apparue durant la procédure d&#8217;appel. La Présidente pouvait dès lors ordonner le maintien en détention, en application du principe général selon lequel la direction de la procédure ordonne les mesures nécessaires au bon déroulement et à la légalité de la procédure (art. 62 al. 1 CPP) [E. 2.3].</p></blockquote>
<p>Demnach war der Haftentscheid der Vorinstanz grundsätzlich gültig. Die Vorinstanz hätte aber die ungesetzliche Haftphase feststellen und die Kosten dem Staat auferlegen müssen.</p>
<p>Noch interessanter wäre der Fall geworden, wenn der Verteidiger realisiert hätte, dass sein Mandant unmittelbar nach der Hauptverhandlung mangels eines Haftentscheids aus der Haft hätte entlassen werden müssen.</p>
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		<title>Kostenfolgen bei Verletzung von Ordnungsfristen im Haftverfahren</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Dec 2011 14:15:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kj</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beschleunigungsgebot]]></category>
		<category><![CDATA[Bundesgericht BGer]]></category>
		<category><![CDATA[Haft]]></category>
		<category><![CDATA[StPO]]></category>
		<category><![CDATA[StPO 224]]></category>
		<category><![CDATA[StPO 227]]></category>
		<category><![CDATA[StPO 431]]></category>
		<category><![CDATA[StPO 5]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Bundesgericht hat entschieden, dass die Verletzung von Fristen im Haftverlängerungsverfahren einen Anspruch auf Feststellung begründet und dass eine entsprechender Feststellung auch Kostenfolgen haben muss (BGer 1B_656/2011 vom 19.12.2011). Das gilt auch, wenn bloss eine Ordnungsfrist wie Art. 224 Abs. 2 StPO verletzt und die Frist des Hafterstreckungsverfahrens insgesamt nicht überschritten wurde. Der Entschädigungsanspruch umfasst [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Bundesgericht hat entschieden, dass die Verletzung von Fristen im Haftverlängerungsverfahren einen Anspruch auf Feststellung begründet und dass eine  entsprechender Feststellung auch Kostenfolgen haben muss (<a href="http://jumpcgi.bger.ch/cgi-bin/JumpCGI?id=19.12.2011_1B_656/2011" target="_blank">BGer 1B_656/2011</a> vom 19.12.2011). Das gilt auch, wenn bloss eine Ordnungsfrist wie <a href="http://www.admin.ch/ch/d/sr/312_0/a224.html" target="_blank">Art. 224 Abs. 2 StPO</a> verletzt und die Frist des Hafterstreckungsverfahrens insgesamt nicht überschritten wurde. Der Entschädigungsanspruch umfasst damit die Feststellung im Urteil und die Befreiung von den Verfahrenskosten: <span id="more-4615"></span></p>
<blockquote><p>Il n&#8217;en demeure pas moins que la procédure de prolongation de la détention a été entachée d&#8217;une irrégularité formelle reconnue par la cour cantonale, soit le dépassement du terme pour présenter une demande de prolongation de la détention, quatre jours avant l&#8217;échéance de la période de détention. Contrairement à ce que soutient la cour cantonale, la réparation d&#8217;une irrégularité par le biais d&#8217;un jugement de constatation assorti d&#8217;une dispense des frais, n&#8217;est pas limitée aux cas de violation caractérisée du principe de la célérité. Cela peut aussi s&#8217;imposer en cas de violation d&#8217;un simple délai d&#8217;ordre, comme le délai prévu à l&#8217;art. 224 al. 2 CPP dont le but est essentiellement, à l&#8217;instar du délai de l&#8217;art. 227 al. 2 CPP, de donner suffisamment de temps au juge de la détention pour examiner la cause (arrêt 1B_173/2011 du 17 mai 2011, consid. 2.2). Dès lors, même si la procédure de détention et la détention elle-même respectent en soi le principe de la célérité, le recourant n&#8217;en a pas moins un droit à ce que l&#8217;irrégularité dont il se plaint soit constatée et réparée par le biais d&#8217;une dispense des frais de justice. Cette dispense doit s&#8217;étendre à l&#8217;ensemble de la procédure de prolongation de la détention, soit à l&#8217;arrêt cantonal, à l&#8217;ordonnance du Tmc du 23 septembre 2011, ainsi qu&#8217;à la décision de prolongation temporaire du 21 septembre 2011 (E. 3.3).</p></blockquote>
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		<title>Wie gross darf die Fluchtgefahr sein?</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Dec 2011 12:29:04 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[Bundesgericht BGer]]></category>
		<category><![CDATA[Haft]]></category>
		<category><![CDATA[StPO]]></category>
		<category><![CDATA[StPO 221]]></category>
		<category><![CDATA[StPO 237]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Bundesgericht ordnet die Haftentlassung sofort nach der Anordnung von Ersatzmassnahmen aus dem vorzeitigen Strafvollzug an (BGer 1B_632/2011 vom 02.12.2011). Selbst die gemäss Vorinstanz zu erwartende lebenslängliche Freiheitsstrafe (Anklage u.a. wegen mehrfachen Mordes) vermag die Fluchtgefahr allein nicht zu begründen. Die Fluchtgefahr war aber immerhin gross genug, um Ersatzmassnahmen als erforderlich zu betrachten: Aufgrund der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Bundesgericht ordnet die Haftentlassung sofort nach der Anordnung von Ersatzmassnahmen aus dem vorzeitigen Strafvollzug an (<a href="http://jumpcgi.bger.ch/cgi-bin/JumpCGI?id=02.12.2011_1B_632/2011" target="_blank">BGer 1B_632/2011</a> vom 02.12.2011). Selbst die gemäss Vorinstanz zu erwartende lebenslängliche Freiheitsstrafe (Anklage u.a. wegen mehrfachen Mordes) vermag die Fluchtgefahr allein nicht zu begründen. Die Fluchtgefahr war aber immerhin gross genug, um Ersatzmassnahmen als erforderlich zu betrachten: <span id="more-4554"></span></p>
<blockquote><p>Aufgrund der zu erwartenden langjährigen Freiheitsstrafe und der gesamten Umstände ist nicht gänzlich auszuschliessen, dass sich die Beschwerdeführerin im Falle einer Entlassung aus dem vorzeitigen Strafvollzug dem Strafverfahren oder Strafvollzug durch Flucht entziehen könnte. Die Wahrscheinlichkeit einer Flucht ist nach dem Gesagten aber nicht gross genug, dass sich damit die Fortsetzung des vorzeitigen Strafvollzugs rechtfertigen lässt. Immerhin ist die Fluchtgefahr so gross, dass die Anordnung geeigneter Ersatzmassnahmen im Sinne von Art. 237 Abs. 1 und 2 StPO angezeigt und zulässig ist. Im Vordergrund steht dabei die Anordnung einer Ausweis- und Schriftensperre (Art. 237 Abs. 2 Bst. b StPO) sowie einer Auflage, sich regelmässig bei einer Amtsstelle zu melden (Art. 237 Abs. 2 Bst. d StPO). Während die in Frage kommenden Ersatzmassnahmen bei ausgeprägter Fluchtgefahr unzureichend wären, können sie vorliegend der nicht zu vernachlässigenden Fluchtneigung vorbeugen (E. 5.4).</p></blockquote>
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