Eine Anklageschrift aus Florida dient als Beispiel dafür, was sich die Strafverfolgungsbehörden (diesmal die US-amerikanischen) alles einfallen lassen, um die Honorarzahlungen der Beschuldigten an ihre Strafverteidiger blockieren zu können. Das Beispiel geht allerdings noch einen Schritt weiter, indem die Honorare nicht einfach eingezogen werden. Es wird auch gleich noch Anklage gegen einen Anwalt erhoben, der eine unabhängige Untersuchung über die Herkunft der Gelder führte und dabei aufgrund einer verdeckten Ermittlung zu einem falschen Ergebnis gelangte. Darüber berichtet White Collar Crime Prof Blog. Die Anklage kann kurz wie folgt zusammengefasst werden:
Was White Collar Crime Prof Blog an solchen Praktiken beunruhigt ist folgendes:
Perhaps the most troubling aspect of this indictment is that it represents yet another instance of the government interfering in the payment of attorney fees for the criminally accused. As opposed to going to court and asking for the fees to be returned as improper, they have opted to proceed with criminal charges that in some cases carry up to 20 years.
Dass die Anklage wegen angeblicher Fluchtgefahr mit einer “motion to seal” versehen war, erscheint nur noch als Randnote.