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strafprozess.ch

[Aktuelles zum Straf- und Strafprozessrecht]
Jul
21
2007

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  1. Dass dies nicht die Summen sind, die den einzelnen Beteiligten “gezahlt” werden (sondern die entstehenden Kosten), müsste bei nur überschlägiger Kalkulation doch eigentlich evident sein, auch für einen Strafverteidiger.

  2. Hab ich was anderes behauptet, Regierungssprecher?

  3. Ja, haben Sie: “Einem Offizialverteidiger zahlt der Staat demnach etwa den gleichen Stundenansatz wie einem Swissair-Staatsanwalt.”

  4. Und wie wäre es denn richtig? “Einem Offizialverteidiger zahlt der Staat demnach etwa den Stundenansatz, den ihm ein Swissair-Staatsanwalt kostet?” Überschlägige Kalkulation war schon in der Schule nie meine Stärke.

  5. Zur “leeren Floskel” degeneriert die demokratische Kontrolle, wenn man ohne rot zu werden dem Parlament einfach einen Stapel erfundene Zahlen vorlegen kann. In der SAir-Untersuchung hätte demnach eine Sekretärin etwas über Fr. 17’000 Montaslohn gehabt (4×43 Wochenstunden à Fr. 100.-). Ein juristischer Sekretär rund Fr. 20’000.- usw. Offensichtlich frei erfunden und ein Hohn auf die Öffentlichkeit.

    Anders als ein Anwalt bezogen (und beziehen) diese Leute einen fixen Monatslohn für ihre Arbeit. Dieser wiederum ist in der Vollzugsverordnung zum Personalgesetz des Kt. Zürich festgelegt (hint: eine Sekretärin verdient beim Kt. Zh. etwas schlechter als in der Privatwirtschaft). Die Personalkosten entsprechen also:

    [Dauer der Untersuchung] x [Ausbezahlte Monatslöhne].

    Die Antwort des Departements ist in ihrer plumpen Verschleierung der wahren Verhältnisse ein Skandal. – Aber wie immer wird hier einfach nur durch gewunken. Was in den USA zu Amtsenthebung und ein paar Jahren Gefängnis führen könnte ist hierzulande kaum mal einen Leserbrief wert. Was will man da sagen…?

  6. Hier scheinst Du einem Missverständnis zu unterliegen (und nicht an einer Schwäche in überschlagsmässiger Kalkulation zu leiden. Die Kalkulation des Zürcher Regierungsrates basiert auf Kosten und nicht auf Aufwänden (was ja doch ein erheblicher Unterschied ist) und dies vermutlich auf Vollkostenbasis: pagatorische Kosten für Personal inkl. Sozialleistungen etc., Sachmittel wie Büros, Informatik etc., kalkulatorische Kosten für Overhead, Abschreibungen etc.etc.. Dies macht das ganze zwar nicht billiger, aber immerhin verständlicher.

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