Auch der Beifahrer wird als Raser bestraft
Das Bundesgericht setzt sich in einem aktuellen Entscheid mit der Frage auseinander, ob auch der Beifahrer in Mittäterschaft zum Lenker als Raser bestraft werden kann (BGer 7B_1326/2024 vom 16.06.2026). Seine Antwort ist wenig überraschend: ja, klar!
Der Beschwerdeführer motivierte den Mitbeschuldigten, das Fahrzeug insgesamt dreimal massiv zu beschleunigen. Er gab die Route vor, instruierte den Mitbeschuldigten und leitete ihn massgeblich an. Dabei ist dem Beschwerdeführer anzulasten, dass er aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit von den Fahrzeugeigenschaften und vom Beschleunigungsvermögen genaue Kenntnis hatte. Indem der Beschwerdeführer den „Ludicrous Modus“ aktivierte, leistete er nicht nur verbal einen Tatbeitrag, sondern griff aktiv in das Tatgeschehen ein. Beide Mitbeschuldigten verfolgten gemeinsam das Ziel, die Beschleunigung des Tesla voll auszureizen und dadurch die signalisierte Höchstgeschwindigkeit massiv zu überschreiten. Gestützt auf diese Erwägungen durfte die Vorinstanz ohne Weiteres zum Schluss gelangen, dass der Beschwerdeführer einen wesentlichen Tatbeitrag geleistet hat, womit Mittäterschaft vorliege (E. 4.3.2, Hervorhebungen durch mich).
Eine Frage an die Juristen: lernt man das an der Uni: höchstmöglichst (sic!) zu bestrafen?
Woher kommt dieses strafgeile Verhalten? Werden die alten Werte wie Friede, Vergebung überhaupt gelernt oder nur mehr als eine Definition auswendig gelernt?
Gibt es Literatur oder von mir aus einen Podcast der sich mit Recht auf der Grundlage beschäftigt? Von wo kommt unser Recht (Germanisches, Römisches Recht)? Was ist geblieben und was hat sich heute verselbständigt?
Fast jeder Post hat mit einem Urteil zu tun, dass man nur mit: man bestraft, weil man’s kann und will! Getreu nach dem Moto: jeder Bürger ein Verbrecher!
Nein, an der Uni wird das nicht gelehrt / gelernt. Das ist in der individuellen Persönlichkeit mit ihren Störungen in unterschiedlicher Ausprägung verankert. Gib dem Menschen Macht und ein Teil davon missbraucht sie – ein Blick in die blutrünstige Geschichte reicht doch. Es gibt Menschen, die haben eine bestialische Seite. Manche suchen sich dann Berufe, wo sie sich austoben können.